Was ist Sarkopenie?

Zuletzt aktualisiert am 2. Oktober 2020

Alte Frau mit Sarkopenie bei der Physiotherapie
Sarkopenie bedeutet weniger Muskelmasse und eingeschränkte Beweglichkeit
© glisic albina / Fotolia.com

Bei der Sarkopenie werden die Muskelfasern weniger und dadurch die Muskeln kraftloser. Werden Muskeln zu wenig trainiert, verkümmern sie immer mehr bis sie schließlich abgebaut werden. 

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Sarkopenie bedeutet übersetzt "Armut des Fleisches", soll heißen: die Muskelmasse wird weniger und damit auch die Muskelkraft. Sie tritt eher bei Älteren auf. Wer sich generell zu wenig bewegt und ungesund ernährt, kann auch in jungen Jahren betroffen sein. Bei der Sarkopenie kommt es nicht nur zu Muskelschwund, das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskulatur verschlechtert sich.

Dadurch wird der gesamte Bewegungsapparat immer schwächer:

  • Kraftverlust: Wenn Muskeln nicht gebraucht werden, baut sie der Körper ab. Dadurch wird die Muskelmasse geringer, wir werden schwächer. Wer schon mal einen Gips hatte oder längere Zeit das Bett hüten mußte, weiß wie schnell "ungebrauchte" Muskeln abbauen, da hilft nur regelmäßiges Training um sie wieder zu kräftigen.
  • Schlechtere Koordination: Weniger Muskelmasse bedeutet auch, dass es zunehmend schwieriger wird, komplizierte Bewegungen auszuführen. Auch geschmeidige, runde Bewegungen sind nicht mehr so leicht möglich.
  • Mehr Fett statt Muskeln: Der Körper nutzt verschiedene Orte um Fett zu speichern z.B. an den Oberschenkeln und am Po, an den Oberarmen oder auch am Bauch. Werden Muskeln nicht trainiert, wird mehr Fett eingelagert. Je mehr Fettzellen vorhanden sind, desto höher ist die Gefahr für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.

Regelmäßiges Krafttraining ist für gesunde Muskeln genau so wichtig wie eiweißreiche Ernährung, am besten 1 – 2 Stunden nach dem Training. Älteren Personen bzw. nach längerer Bettruhe hilft auch spezielle Trinknahrung.

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Zuletzt aktualisiert:

2. Oktober 2020

Erstellt am:

29. Oktober 2015

Stand der medizinischen Information:

2. Oktober 2020


Quellen:

Versteckte Krankheiten, I. Froböse, Gräfe und Unzer, München, 2008

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