5 Dinge, die der Geruchssinn über Ihre Gesundheit verrät

Zuletzt aktualisiert am 11. Mai 2020

Frau richt an Rose
Wer gut riecht, ernährt sich oft gesünder und konsumiert mehr Gemüse und Obst.
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Der Mensch hat 5 Sinne – Versagt der Sehsinn, so kann er das Manko mit einer Brille ausgleichen. Wer schlecht hört, kann sich mit Hörgeräten behelfen. Was aber wenn Ihr Geruchssinn versagt? 

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Inhaltsverzeichnis

Unser Geruchssinn sagt viel mehr über den Zustand unserer allgemeinen Gesundheit aus, als wir uns bewusst sind. Sogenannte "Geruchs-Halluzinationen" können Vorboten eines Migräne- oder Schlaganfalls sein. Wer nicht gut riecht, ernährt sich oft ungesünder und konsumiert weniger Gemüse und Obst. Ein eingeschränkter Geruchssinn im Alter soll laut einer Studie ein Warnzeichen für einen verfrühten Tod sein. Hier erfahren Sie 5 Zusammenhänge zwischen dem Geruchssinn und Ihrer Gesundheit.

  • Falsch wahrgenommene bzw. eingebildete Gerüche können eine aufkommende Migräneattacke ankündigen.
  • Geruchshalluzinationen treten manchmal auch unmittelbar vor einem Schlaganfall auf.
  • Bereits in frühen Stadien einer Alzheimererkrankung ist bei manchen Betroffenen der Geruchssinn eingeschränkt.
  • Menschen mit einem schlechten Geruchssinn tendieren dazu, sich ungesund zu ernähren.

Bei vielen Menschen kündigt sich ein kommender Migräne-Anfall mit einer "Aura" an. Dabei treten in den meisten Fällen Sehstörungen auf. Doch manche Menschen haben nicht nur visuelle, sondern auch Halluzinationen, die den Geruchssinn betreffen (olfaktorisch). Dabei riechen sie selten etwas Angenehmes: Meistens ist der wahrgenommene Geruch faulend oder verbrannt.

Vor einem Schlaganfall (Insult) kann es durch eine Fehlleitung im Gehirn zu nicht-realen Geruchswahrnehmungen kommen. Betroffene riechen plötzlich Dinge, die sonst niemand bemerkt. Meist sind diese Gerüche unangenehm. Diese Geruchs-Halluzination tritt aber nicht immer vor einem Schlaganfall ein und ist bei weitem nicht der einzige oder häufigste Vorbote.

Andere Anzeichen für einen Schlaganfall sind:

  • Sehverlust
  • Unvermögen, Worte zu formulieren
  • Kraftverlust oder Taubheit in einem Arm oder Bein
  • hängende Mundwinkel
  • Schwankschwindel mit Gangunsicherheit

In frühen Stadien von Alzheimer ist der Geruchssinn bereits eingeschränkt. Das trifft sogar dann zu, wenn sonst noch keine Erkrankungsanzeichen vorhanden sind. Im Gehirn bilden sich Plaques, die die Nervenzellen schädigen. Darunter befinden sich auch Zellen, die für den Geruchssinn verantwortlich sind.

Geruch und Geschmack hängen zusammen. Wer nicht mehr gut riechen kann, greift häufig auch zu ungesünderem Essen, weil es sich für ihn nicht lohnt, abwechslungsreiches Essen, etwa mit viel Gemüse und Obst, zuzubereiten. Gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem und vermindert das Risiko von Übergewicht, Krebs und Typ-2-Diabetes.

Menschen, die nicht gut riechen konnten, haben ein 4-fach erhöhtes Risiko früher zu sterben als "gute Riecher". Das ergab eine Studie der Universität von Chicago. Der Geruchsverlust verursacht den Tod nicht direkt. Vielmehr ist er wahrscheinlich ein Anzeichen dafür, dass im Körper andere gesundheitliche Probleme vorliegen, die den Geruchsverlust verursachen.

Mehr lesen » Anosmie heilen: Kann Geruchssinn zurückkommen?

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Redaktionelle Bearbeitung:
Zuletzt aktualisiert:

11. Mai 2020

Erstellt am:

31. Oktober 2014


Quellen:

Pinto et al.: Olfactory Dysfunction Predicts 5-Year Mortality in Older Adults, In: Plos One 10/2014 (11.05.2020)