Hitzekrämpfe

Zuletzt aktualisiert am 2. Oktober 2020

Mann mit Hitzekrampf kühlt seinen Kopf.
Bei Hitzekrämpfen muss man sofort den Körper kühlen und viel trinken.
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Hitzekrämpfe entstehen durch eine Kombination aus Hitze, Flüssigkeitsmangel und Salzmangel. Überwiegend sind Schwerstarbeiter und Sportler betroffen. 

Medizinische Expertise

Dr. Peter Haubenberger

Akupunktur, Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie, Notarzt

www.dr-haubenberger.at

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Inhaltsverzeichnis

Symptome von Hitzekrämpfen sind unangenehme Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe, die besonders in stark belasteten Körperteilen, wie z.B. Waden, Oberschenkeln oder Rücken auftreten. Wie bei anderen Hitzeerkrankungen, z.B. Hitzeschlag oder Sonnenstich, können auch Unwohlsein, Kopfschmerzen sowie Bewusstlosigkeit hinzukommen. Erstmaßnahmen sind Wechsel in kühlere Umgebung, Trinken von Kochsalzlösungen und Ruhe. Bei schweren Verläufen mit Ohnmacht muss die Rettung verständigt werden.

  • Insbesondere bei anstrengenden Arbeiten in strahlender Hitze kann es zu Hitzekrämpfen kommen. Ursächlich dafür ist ein Flüssigkeits- und Salzmangel, der in Folge starken Schwitzens auftritt.
  • Der Betroffene hat mit Muskelkrämpfen und Muskelzuckungen zu kämpfen, die häufig in den Beinen oder im Rücken auftreten.
  • Bei Auftreten der ersten Symptome sollte man rasch in eine kühlere Umgebung wechseln, ausreichend trinken und die Beine hochlagern, um den Kreislauf zu stabilisieren.
  • Tritt eine Ohnmacht auf, sollte der Betroffene in eine stabile Seitenlage gebracht und die Rettung verständigt werden.
  • Vorbeugen kann man Hitzekrämpfen, indem man sich nicht zu lange in der Sonne aufhält, Sport im Sommer in Maßen genießt und vor allem an heißen Tagen ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Hitzekrämpfe treten besonders häufig bei Personen auf, die strahlender Hitze ausgesetzt sind und dabei gleichzeitig schwere Arbeit verrichten, z.B. an einem Hochofen. Sport im Sommer (Radfahren, Laufen etc.) kann bei zu geringer Flüssigkeits- und Elektrolytversorgung ebenfalls Hitzekrämpfe begünstigen.

Ein Hitzekrampf kann entstehen, wenn es aufgrund von starkem Schwitzen zu Flüssigkeits- und Salzmangel kommt. Je höher das Flüssigkeitsdefizit, desto eher kann es zu den unangenehmen Symptomen der Hitzeerkrankung kommen. Wenn 2 bis 3 Liter Wasser im Körper fehlen und der Salzgehalt (insbesondere Kochsalz) im Blut unter einen bestimmten Wert gesunken ist, sind Hitzekrämpfe wahrscheinlich.

Durch den Salzverlust, auch als Elektrolytstörung bezeichnet, treten folgende Symptome auf:

  • Muskelzuckungen
  • Muskelkrämpfe

Die Krämpfe treten vor allem in den am stärksten beanspruchten Köperregionen auf, z.B. bei Arbeitern in den Beinen oder in der Rückenmuskulatur. Neben Hitzekrämpfen kann es auch zu Symptomen eines Hitzeschlags kommen, wie Benommenheit, Verwirrtheit, Kopfschmerz oder sogar Bewusstlosigkeit (Hitzesynkope). Hitzekrämpfe treten asymmetrisch auf, wodurch sie sich deutlich vom Wundstarrkrampf (Tetanus) abgrenzen lassen.

Die Diagnose stellt der Arzt aufgrund der Schilderungen des Patienten bzw. anhand der offensichtlichen Umstände (Hitze, Arbeitssituation etc.). Im Zweifelsfall kann eine Blutuntersuchung als diagnostisches Hilfsmittel herangezogen werden.

Zur Linderung von Hitzekrämpfen sind folgende Erste-Hilfe- und ärztliche Sofortmaßnahmen sinnvoll:

  • Wechsel in kühlere Umgebung
  • 
Infusionen mit isotonischer Kochsalzlösung

  • Trinken von Wasser mit 0,1 % Salzzusatz (bei 2 Liter Wasser ein halber Teelöffel Salz)
  • Zur Stabilisierung des Kreislaufs Hochlagerung der Beine
  • Bei Ohnmacht stabile Seitenlage zur Freihaltung der Atemwege
  • Flüssigkeitsmangel vermeiden: Trinken Sie bei anstrengenden Tätigkeiten, sei es Sport oder Arbeit, stets ausreichend Wasser, ungezuckerte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Bei Neigung zu Hitzeerkrankungen sind isotonische Getränke empfehlenswert.
  • Eigene Energiereserven richtig einschätzen: Bekommen Sie Kreislaufschwierigkeiten, wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Muskelbeschwerden, legen Sie eine Pause ein, trinken Sie etwas und gehen Sie in eine kühlere Umgebung. Legen Sie sich hin und lagern Sie die Beine hoch.
  • Sport im Sommer gut dosieren: Übertreiben Sie Bewegung bei Hitze nicht. Muten Sie sich nicht zu viel zu und achten Sie darauf, nicht in praller Sonne bei wenig Flüssigkeitskonsum zu trainieren.
  • Elektrolythaushalt unterstützen: Hitzekrämpfe entstehen u.a. durch Salzmangel. Trinken Sie bei körperlicher Belastung isotonische Getränke und essen Sie bei Wärme über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten, um den Salzgehalt im Blut stabil zu halten.