Augenringe

Augenringe
Augenringe treten vor allem bei großer Müdigkeit auf.
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Augenringe haben nur in seltenen Fällen einen ernsten Hintergrund, können aber theoretisch auch auf Krankheiten hinweisen. Das beste Mittel zur Vorbeugung ist für die meisten Menschen guter Schlaf.

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Wenn die Haut selbst für Augenringe sorgt, spricht man von einer Hyperpigmentierung. Bei Betroffenen lagern sich an bestimmten Stellen der Haut zu viele Melanine ein – das sind Pigmente, die für die Hautfarbe mitverantwortlich sind. Kommt es im Bereich der Augen zu einer Hyperpigmentierung, macht sich das durch Augenringe bemerkbar. Neben speziellen Erkrankungen kommen dafür vor allem vermehrte UV-Einstrahlung und Kontaktallergien als Auslöser in Frage.

In den meisten Fällen erklärt sich das Problem aber anders. Da die Haut unterhalb des Auges relativ dünn ist, können darunter liegende Blutgefäße durch die Haut scheinen. In der Folge erscheint der Bereich vergleichsweise dunkel und es kommt zu dem, was wir gemeinhin als Augenringe bezeichnen.

Mögliche Ursachen von Augenringen sind:

Am häufigsten treten Augenringe aufgrund von zu wenig Schlaf auf. Wenn der Körper müde ist, ist oftmals auch die Durchblutung der Gefäße ein wenig geschwächt. Dem Blut mangelt es in der Folge an Sauerstoff, wodurch es sich etwas dunkler färbt. Und die dementsprechend dunkleren Gefäße schimmern dann eher durch die Haut durch. Auch die Neigung zu Augenringen bei einer Erkältung lassen sich durch die Schwächung des Körpers erklären.

Eine Mangelernährung ist als Auslöser relativ selten, aber nicht gänzlich auszuschließen. Augenringe treten beispielsweise in Zusammenhang mit einem Eisen- oder einem Flüssigkeitsmangel vermehrt auf. Zu müde aussehenden Augen kann außerdem ein Mangel an Zink, Vitamin K oder Vitamin D beitragen.

Augenringe sind in aller Regel kein Symptom, das auf eine noch nicht diagnostizierte Krankheit hinweist. Für ein regelmäßiges Auftreten können unter anderem eine Alkoholsucht oder eine Neurodermitis sorgen. Sehr selten ist das sogenannte Korsakow-Syndrom, bei dem Betroffene mit starken Gedächtnisproblemen zu kämpfen haben. In diesem Fall treten die Augenringe aber nicht als erstes Symptom auf.

Augenringe sind nicht immer gänzlich zu vermeiden. Gerade schlanke Menschen eines hellen Hauttyps neigen vermehrt dazu. Zur Vorbeugung sollte man vor allem folgende Risikofaktoren meiden:

Je nachdem, ob es sich um ein kurzfristiges Problem oder einen chronischen Makel handelt, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung:

  • Eigenfett spritzen: Ist die Haut rund um das Auge besonders dünn, kann man sich von einer Fachärzt:in Eigenfett spritzen lassen. Dies sorgt für einen Rückgang der Augenringe, da die darunter liegenden Gefäße schlechter sichtbar werden.
  • Medikamente bei Hyperpigmentierung: Zur Behandlung einer Hyperpigmentierung bieten sich verschiedene Medikamente an, die die Haut ein wenig bleichen. Entsprechende Präparate sollten nur in enger Absprache mit der behandelnden Dermatolog:in verwendet werden.
  • Kühlung: Für eine kurzfristige Verbesserung sorgt eine Kühlung der betroffenen Stelle, etwa mit Gurkenscheiben oder einem kalten Löffel.
  • Schminken: Wer, etwa wegen eines Termins, kurzfristig Augenringe überdecken möchte, muss auf Makeup auszuweichen. Concealer sind in jedem gut sortierten Drogeriemarkt erhältlich und verbergen unerwünschte Auffälligkeiten im Gesicht.

Sofern die Augenringe isoliert, also ohne andere Symptome auftreten, besteht kein Anlass zur Sorge. Falls eine Abklärung erwünscht ist, bietet sich ein Besuch bei der Hausärzt:in oder einer Dermatolog:in an.

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