7 Fragen zur Herzschwäche

Zuletzt aktualisiert am 5. März 2019

Älterer Mann ist außer Atem.
Bei der Herzschwäche sind Atemnot zuerst beim Stiegen steigen, dann beim Gehen in der Ebene typisch.
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Bei einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) lässt die Pumpleistung des Herzmuskels nach. Wie Betroffene erste Anzeichen erkennen und was man dagegen tun kann, zeigen die folgenden 7 Antworten.

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Inhaltsverzeichnis

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann jeden Erwachsenen treffen, 80 Prozent der Betroffenen sind über 65 Jahre alt. Wer unter Atemnot leidet, die schon bei leichter Tätigkeit auftritt, sollte sich untersuchen lassen. Medikamente können die Beschwerden lindern, vorausgesetzt, sie werden regelmäßig eingenommen.

Bei dieser Erkrankung ist das Herz nicht in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Die Gründe dafür können in einer verminderten Pumpleistung liegen oder aber das Herz ist zu steif um sich ausreichend mit Blut zu füllen. Die Erkrankung kann die linke oder rechte Hälfte des Herzens oder auch beide betreffen.

Häufige Ursachen sind

Erste Symptome können

  • Atemnot
  • Geschwollene Beine bzw. Knöchel, meist verbunden mit einer Gewichtszunahme
  • Hustenanfälle im Liegen
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Schwindelanfälle
  • Appetitlosigkeit
  • Herzrasen

sein. Beim Stiegen steigen verursacht die Herzschwäche Atemnot, in weiterer Folge bereiten schon ebene Strecken Atemprobleme, diese können auch beim Liegen auftreten. "Betroffene können dann oft nur noch mit erhöhtem Oberkörper auf mehrere Polster gestützt oder im Sitzen schlafen", erklärt Priv.- Doz. Dr. Deddo Mörtl, Oberarzt der 3. Medizinischen Abteilung des Universitätsklinikums St. Pölten.

Wenn der Arzt die Herztöne abhört, kann er schon Unregelmäßigkeiten feststellen, die auf eine Herzschwäche hindeuten. Klarheit bringen auch EKG, Ultraschall, Bluttests bzw. ein Lungenröntgen.

Wird die Herzinsuffizienz nicht behandelt, schwächt das aufgrund des Sauerstoffmangels die Organe, besonders die Nieren und die Lunge. Außerdem ist das Risiko für einen tödlichen Herzstillstand sehr erhöht. Herzinsuffizienz zählt zu den häufigsten Todesursachen in den Industrieländern. Daher ist es wichtig, regelmäßig Medikamente wie ACE-Hemmer bzw. AT1-Blocker; Betablocker und Mineralcorticoid-Rezeptor- Blocker einzunehmen – abhängig von der Auswurfleistung des Herzens. Die Medikamente können u.a. das Herz entlasten, die Gefäße erweitern und den Umbau des Herzgewebes verhindern können.

Die häufigste Nebenwirkung der Medikamente ist zu niedriger Blutdruck, das wird oft als unangenehm empfunden, viele setzen die Medikamente wieder ab. Das wiederum schwächt das Herz zusätzlich. Hier ist es sehr wichtig mit dem Arzt zu sprechen, um die Behandlung gezielt fortzusetzen. Auch wenn keine Beschwerden spürbar sind, darf die Behandlung nicht einfach abgesetzt werden.

Sehr wichtig, weil das Herz als Muskel bewegt werden muss, um seine Funktionen zu erfüllen. Das Fitnesstraining wird auf die persönliche Leistungsfähigkeit abgestimmt.

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Zuletzt aktualisiert:

5. März 2019

Erstellt am:

5. Mai 2016


Quellen:

Pressekonferenz: "Herzinsuffizienz - Diagnose und moderene Therapien", Verlagshaus der Ärzte