Regelblutung: Was bedeutet die Farbe?

Zuletzt aktualisiert am 18. September 2020

Frau hält leere weiße Damenbinde in der Hand
Die Farbe des Periodenbluts enthält mitunter Indizien, die man nicht ignorieren sollte.
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Menstruationen unterscheiden sich nicht nur in Länge und Intensität, sondern auch in der Farbe des Bluts. Bei welchen Farbtönen sollte man gewarnt sein?

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Der Verlauf einer Periode kann auf verschiedene Vorgänge im Körper hinweisen. Ist sie wesentlich intensiver als sonst, kommt sie überraschend spät oder bleibt sie gar aus, ist dies meist ein Hinweis auf irgendeinen Prozess. Die Farbe des Blutes hat vergleichsweise wenig Aussagekraft, doch auch hier kann sich das ein oder andere Indiz verbergen.

Ein weder signifikant helles, noch besonders dunkles Periodenblut ist ideal und ein Indiz dafür, dass alles reibungslos abläuft.

Gerade zu Beginn der Regel ist das Blut oft etwas dunkler, eventuell sogar bräunlich. Dabei handelt es sich meistens noch um Überreste der letzten Periode. Je länger das Blut in im Körper verbleibt, umso dunkler verfärbt es sich aufgrund der Oxidation. Aus diesem Grund ist auch die erste Blutung am Morgen oftmals etwas bräunlicher gefärbt. Ist das Blut die ganze Periode über dunkel gefärbt und zudem noch dickflüssig, weist dies auf einen hohen Östrogenspiegel hin. Kurz vor den Wechseljahren ist das ein ganz normaler Prozess, bei jungen Frauen sollte man dies hingegen sicherheitshalber ärztlich abklären lassen.

Ein sehr helles Rot oder gar Rosa deutet auf einen niedrigen Östrogenspiegel und damit eventuell auf einen ungesunden Lebensstil hin. Extreme Diäten, Schlafmangel, aber auch Alkohol und Drogen können damit in Zusammenhang stehen. Während ein Einzelfall unbedenklich ist, sollten regelmäßige rosa Periodenblutungen vom Gynäkologen untersucht werden.

Orange färbt sich das Periodenblut meistens, wenn es mit Zervixflüssigkeiten vermischt ist. Dies passiert etwa bei Infektionen oder auch bei der Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit. Insbesondere wenn man einen ungewohnten Geruch oder eine unübliche Konsistenz bemerkt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Gräulich gefärbter Ausfluss deutet meistens auf eine bakterielle Vaginose hin. Zu den weiteren Symptomen zählen starkes Jucken im Intimbereich, Schmerzen beim Urinieren und ein oft als "fischig" beschriebener, auffälliger Geruch der Vagina. Wird die Diagnose vom Gynäkologen bestätigt, bekommt man das Problem meist recht schnell wieder in den Griff.

Blutungen, die außerhalb der Periode auftreten, werden als Schmierblutungen bezeichnet. Diese sind etwas dunkler als die klassische Regelblutung und, sofern keine anderen Symptome auftreten, in den meisten Fällen unbedenklich.

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