Tipps gegen Gelsen

Frau kratzt Gelsen-Stiche
Juckende Gelsenstiche trüben nicht selten die Freuden des Sommers.
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Am gemütlichen lauen Sommerabend auf der Terasse umschwirren plötzlich Gelsen Kopf und Beine. Gegen die lästigen Insekten gibt es kein Allheilmittel, aber einige Hausmittel erleichtern den Umgang.

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Rund 1.500 Mückenarten gibt es, 130 davon haben Interesse an menschlichem Blut. Während die männlichen Gelsen sich rein vegetarisch von Blütennektar ernähren, brauchen die Weibchen den blutigen Lebenssaft für die Kinderstube. Vor allem beim sommerlichen Abend im Garten malträtieren die Plagegeister Haut und Nerven ihrer Wirte. Verschiedene Abwehrmittel gibt es im Handel zu kaufen, aber auch das ein oder andere Hausmittel aus der Natur leistet Abhilfe.

In Innenräumen ist man Gelsen natürlich nicht wehrlos ausgesetzt. Als letzte Konsequenz bleibt immer noch die Möglichkeit, das Fenster zu schließen. Bei hohen Außentemperaturen und Fehlen einer Klimaanlage ist diese Option aber nicht immer allzu attraktiv. Eine alternative, sichere Schutz-Variante sind vor die Fenster gespannte Mückenschutzgitter bzw. -netze, damit die Tiere trotz geöffneten Fenster nicht hereinkommen. Eine solide Installation ohne Schlupflöcher ist naturgemäß wichtig.

Wer schwitzt, schwitzt auch Sexualhormone (Pheromone) aus – Menschen, die viel davon verströmen, sind besonders beliebte Gelsen-Opfer. Pheromone sind für die sexuelle Anziehungskraft verantwortlich und dürften auch auf Mücken eine betörende Wirkung ausüben. Vermeiden Sie also das Tragen von verschwitzter Kleidung und duschen Sie vor dem Aufenthalt in Garten und Co, um Ihren "Dunstkreis" einzugrenzen.

Gelsen reagieren ablehnend auf intensive Düfte wie etwa Lavendel, Eukalyptus, Lorbeer oder Nelken. Sofern einen der Geruch selbst nicht stört, kann man kleine Mengen eines entsprechenden Öls auf freie Hautstellen auftragen, um die Insekten fernzuhalten. Eine besonders effektive, aber zugegeben auch für den Menschen selbst olfaktorisch herausfordernde Mischung ist ein 50:50-Mix aus Wasser und Apfelessig. In Apotheken gibt es mittlerweile auch einige Insektenvertreibungsmittel auf natürlicher Basis.

Wer auf die olfaktorischen Vorlieben und Abneigungen von Gelsen setzen, sich aber nicht mit Öl einschmieren möchte, kann es mit Nussbäumen probieren. Findet man in einem öffentlichen Park ein Plätzchen unter einem solchen, ist die Gefahr von Mückenstichen zumindest ein bisschen gebannt. Hat man den Luxus eines eigenen Gartens, kann sich auch das Pflanzen eines Nussbaums – freilich als langfristiges Projekt – auszahlen.

Knoblauch genießt den Ruf, Gelsen abzuwehren. Wer genügend Knoblauch isst, würde demnach über die Hautporen einen für die Insekten sehr unangenehmen Geruch abgeben. Eine ähnliche Wirkung sollen darüber hinaus B-Vitamine haben. Das Schlucken von entsprechenden Präparaten würde einen demnach vor Gelsenstichen schützen. Tatsächlich ist aber bei beiden dieser Hausmittel die Wirkung wissenschaftlich kaum belegbar. Insbesondere bei B-Vitaminen, warnen Konsumentenschützer:innen, wäre eine unnatürlich große Menge notwendig, um einen erkennbaren Effekt zu erkennen.

Selbst bei Einhaltung all dieser und vielleicht sogar noch mehr Vorkehrungsmaßnahmen, ist ein Sommer ohne Gelsenstiche höchst unwahrscheinlich. Folgende Hausmittel lindern Schwellungen und Juckreiz, wenn es dann doch passiert ist:

  • Kochsalz: Verreiben Sie ein wenig Salz mit Spucke auf dem Stich. Wer keinen Speichel nehmen mag, kann das Salz auch mit einem angefeuchteten Waschlappen auftragen.
  • Zwiebel & Zitrone: Halbieren Sie eine Zitrone oder eine Zwiebel und reiben Sie damit die betroffenen Hautstellen ein.
  • Teebaumöl: Etwas Teebaumöl auf dem Mückenstich verteilt, beruhigt die gereizte Haut.
  • Eiswürfel: Reiben Sie mit einem Eiswürfel die Stiche ein. Tun Sie dies allerdings nicht zu lange, um Erfrierungen zu vermeiden.

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Erstellt am:

27. Juni 2023

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