Pflanzliche Öle

Olivenöl ist ein pflanzliches Öl
Pflanzliche Öle sollten tierischen Fetten vorgezogen werden.
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Wegen ihrer Zusammensetzung sind Pflanzenöle für den menschlichen Körper wesentlich gesünder als tierische Fette.

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Inhaltsverzeichnis

Fett ist für den menschlichen Körper lebensnotwendig. Es schützt unsere Organe, wird beim Aufbau von Zellen benötigt und ist der größte Lieferant von Energie. Gleichzeitig kann es aber in zu großen Mengen und vor allem in tierischer Form (z. B. Butter, Schmalz, Tran) für Mehrgewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sorgen.

Tierische Fette sind in großem Maße nicht zu empfehlen, da sie vor allem aus den sogenannten gesättigten Fettsäuren bestehen. Pflanzliche Öle hingegen bestehen hauptsächlich aus den wesentlich gesünderen ungesättigten Fettsäuren. Entscheidend sind vor allem zwei Vertreter:

  • Omega-3-Fettsäure: verantwortlich für Versorgung der Gehirnzellen, positiver Einfluss auf Blutdruck, Cholesterinwerte, Sehnerv, Herz
  • Omega-6-Fettsäure: überlebensnotwendig, wird benötigt für Wachstum, Wundheilung, Infektionsabwehr

Nicht zuletzt dank dieser beiden Fettsäuren können Pflanzenöle einige Vorteile für den Körper parat halten.

Beim Kauf von Olivenöl ist die Qualität besonders wichtig, billige Produkte haben oft keine oder nur wenige gesundheitliche Vorteile. Hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl sollte man kühl – aber nicht auf Kühlschranktemperatur – lagern, es empfiehlt sich beispielsweise der Keller oder eine kältere Abstellkammer.

Rapsöl hat im Vergleich zu anderen Pflanzenölen einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Außerdem stecken in ihm viel Vitamin E und Karotinoide, die im Körper als Antioxidantien arbeiten. So werden Alterungsprozesse verlangsamt und das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt.

Walnussöl ist vor allem in Frankreich sehr beliebt und wird häufig bei Salaten oder Gemüsegerichten verwendet. Im Körper hat es zahlreiche Vorteile, denn es stärkt das Immunsystem, fördert die Regeneration unserer Haut und ist gut für den Stoffwechsel. Übrigens kann man es auch als Ersatz zum herkömmlichen Lippenbalsam verwenden.

Das Maiskeimöl hat einen recht neutralen Geschmack und wird daher vor allem zum Braten und Frittieren verwendet. Gerade auf letztgenannte Kochmethode sollte man aber nicht regelmäßig zurückgreifen, da dabei einfach viel zu viel Fett verwendet werden muss. Abgesehen davon hat das Maiskeimöl aber auch positive Effekte, da es viel Vitamin E beinhaltet und den Cholesterinspiegel senken kann.

Das Sonnenblumenöl hat einen hohen Vitamin E-Anteil. Schon zwei Esslöffel reichen aus, um den Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen zu decken. Allerdings gehen beim Sonnenblumenöl viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren, wenn es zum Anbraten verwendet wird. Besser geeignet ist es daher für Salate.

Beim Mandelöl unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Sorten. Die bittere Variante ist lediglich zur äußeren Anwendung geeignet. Süßes Mandelöl hingegen könnte, in kleinen Dosen eingenommen, unter anderem bei leichten Magenverstimmungen, harmlosen Atemwegserkrankungen und nicht organisch bedingter Appetitlosigkeit helfen.

Beim Sesamöl unterscheidet man zwischen der hellen, eher geschmacksneutralen und der bernsteinfarbenen, sehr geschmacksintensiven Variante. Es erfreut sich vor allem im ostasiatischen Raum großer Beliebtheit und ist für Speisen aus diesem Raum sehr gut geeignet. Auch zu Salaten passt es gut, auf eine Erhitzung des Sesamöls sollte man aber unbedingt verzichten.


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Erstellt am:

8. August 2023


Quellen:

Krist, Sabine (2013): Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien: Springer-Verlag

"Ernährungspyramide: Fette und Öle", Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (08.08.2023)


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