5 Fragen zum Sonnenschutz bei Schuppenflechte

Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2020

Frau mit Psoriasis schmiert sich mit Sonnencreme ein
Sonnenschutzprodukte beugen einem Sonnenbrand, der bei Menschen mit Schuppenflechte einen Krankheitsschub auslösen kann, vor.
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Mäßiger Sonnengenuss kann sich günstig auf das Krankheitsbild der Schuppenflechte auswirken – die richtige Pflege vorausgesetzt. Worauf gilt es dabei zu achten?

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Inhaltsverzeichnis

Menschen mit entzündlichen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) müssen ganz besonders auf eine gute Hautpflege achten. Obwohl sich die Sonne grundsätzlich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt, kann sie eine bestehende Hauttrockenheit verstärken. Eine jahreszeitlich angepasste Pflege schützt die Haut nicht nur vor einem Sonnenbrand, sondern auch vor Irritationen.

Die Sonne führt bei vielen Patienten zu einer Verbesserung der Symptomatik. Aus gutem Grund: Die ultravioletten Strahlen der Sonne hemmen Entzündungen und unterstützen den Heilungsprozess der Haut. Außerdem verlangsamen UV-Strahlen die übermäßige Produktion von Hautzellen, die zur Schuppenbildung führt. Von Psoriasis betroffene Bereiche, sogenannte Läsionen, können durch das UV-Licht binnen weniger Wochen deutlich abklingen.

Dennoch sollten die Sonnenbäder nicht übertrieben werden. Ein Sonnenbrand geht nicht nur mit einem erhöhten Risiko für Hautkrebs einher, sondern kann bei Betroffenen auch einen neuerlichen Krankheitsschub hervorrufen.

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Die folgenden Tipps sorgen für ein unbeschwertes Sonnenvergnügen:

  • Es gibt spezielle Sonnenschutzprodukte, die eigens für überempfindliche (atopische) Haut entwickelt wurden. Diese Produkte schützen die Haut einerseits vor UVA- und UVB-Strahlung und spenden andererseits Feuchtigkeit.
  • Ganz allgemein sollten Sonnenschutzprodukte mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwendet werden. Empfehlenswert sind Präparate ab LSF 25.
  • Auf die besonders empfindliche Hautregion im Gesicht kann ein Sunblocker aufgetragen werden.
  • Der Sonnenschutz sollte mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbaden aufgetragen und mehrmals am Tag erneuert werden – insbesondere nach dem Sport oder nach dem Schwimmen.
  • In der Zeit zwischen 10:00 und 15:00 ist der Aufenthalt in der Sonne überhaupt zu meiden.

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Klimaanlagen entziehen der Haut ebenso Feuchtigkeit wie Hitze und Chlorwasser. Wird diese nicht entsprechend ersetzt, kann die ohnehin zur Trockenheit neigende Haut mit Juckreiz und schuppigen Flecken reagieren. Sorgen Sie daher mithilfe einer hochwertigen Creme dafür, dass Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt ist.

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Urea (Harnstoff), Hyaluron- und Milch-Säure sind Stoffe, die Wasser binden. Die Haut wird auf diese Weise mit Feuchtigkeit angereichert. Auch Fett hat diese Eigenschaft. Allerdings ist es an sehr heißen Sommertagen ratsam, tagsüber auf weniger fettige Pflegeprodukte zurückzugreifen. Der Grund dafür: Unter dem Ölfilm kann sich die Hitze stauen, wodurch es wiederum leichter zu Entzündungen kommt.

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Es ist wichtig, dass die medizinische Behandlung mit Hautlotionen und Pflegemitteln nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt auch im Urlaub fortgesetzt wird. Nehmen Sie daher unbedingt ausreichende Mengen jener Produkte mit, an die Ihre Haut bereits gewöhnt ist und die sie gut verträgt. Nicht selten missbilligt die empfindliche Haut der Patienten ihr unbekannte Pflegeprodukte mit Reizungen.

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Autor:in:
Zuletzt aktualisiert:

9. Oktober 2020

Erstellt am:

1. Dezember 2017


Quellen:

Dermatologie - Lehrbuch und Atlas, Rassner, Urban und Fischer, 9. Auflage: 2009

Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Psoriasis - Basistherapie (09.10.2020)