Am häufigsten tritt Osteochondrose in der Wirbelsäule auf. Man spricht in diesem Fall von Ostechondrosis intervertebralis. Es handelt sich dabei in erster Linie um eine altersbedingte Abnutzungserscheinung, die sich über Jahre hinweg durch Überlastung, Fehlbelastung oder mangelnde Bewegung entwickelt. Bis zu 90 % der über 60-Jährigen sind von einer Osteochondrosis intervertebralis betroffen.
Zusammenfassung
- Eine Osteochondrose entsteht meist durch Überlastung, Fehlbelastung, Durchblutungsstörungen oder Verletzung.
- Die häufigsten Symptome bei Osteochondrose sind Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Blockaden.
- Zur Diagnose kommen bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen zum Einsatz.
- Eine Osteochondrose wird meist konservativ mit Schmerzmitteln und Physiotherapie behandelt.
- Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Operation notwendig.
Osteochondrose im Überblick
| Art | degenerative Verschleißerkrankung von Knochen und Knorpel (vor allem der Wirbelsäule) |
|---|---|
| Ursache | u.a. Alterungsprozess, Über- und Fehlbelastung, Lebensstil |
| Symptome | u.a. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, neurologische Symptome |
| Diagnose | Anamnese, körperliche Untersuchung und bildgebendes Verfahren (Röntgen, CT, MRT) |
| Therapie | konservativ oder operativ |
FAQ (Häufige Fragen)
Was ist Osteochondrose?
Die Osteochondrose ist eine verschleißbedingte (degenerative) Erkrankung von Knochen und Knorpeln im Bereich der Gelenke oder der Wirbelsäule. Sie entsteht, wenn das Zusammenspiel von Knochen, Knorpel und teilweise auch Bandscheiben gestört ist.
Wie behandelt man Osteochondrose?
Wie Osteochondrose behandelt wird, hängt von Ursache, Symptomen und Schweregrad ab. In den meisten Fällen wird zuerst eine konservative Therapie durchgeführt. Zeigt die konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg oder ist die Osteochondrose schon weit fortgeschritten, können operative Maßnahmen notwendig sein.
Welche Medikamente muss man bei Osteochondrose nehmen?
Zur Behandlung von Osteochondrose können Schmerzmittel, entzündungshemmende oder muskelentspannende Medikamente zum Einsatz kommen.
Die Osteochondrose ist eine verschleißbedingte (degenerative) Erkrankung von Knochen und Knorpeln im Bereich der Gelenke oder der Wirbelsäule. Sie entsteht, wenn das Zusammenspiel von Knochen, Knorpel und teilweise auch Bandscheiben gestört ist.
Die Osteochondrose wird hauptsächlich durch Über- und Fehlbelastungen ausgelöst. Auf Dauer führt dies zu Knorpelschäden im betroffenen Gelenk bzw. in der Wirbelsäule. Starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge.
Grundsätzlich können alle Gelenke betroffen sein, besonders häufig kommt die Erkrankung an stark belasteten Gelenken und an der Wirbelsäule auf, zum Beispiel:
- Wirbelsäule
- Hüftgelenk
- Kniegelenk
- Sprunggelenk
- Großzehengrundgelenk
- Ellenbogengelenk
- Mittelfußknochen
Für die Entstehung einer Osteochondrose gibt es verschiedene Ursachen:
- Fehl- oder Überbelastung: Dauerhafte Belastung schädigt Knorpel und Bandscheiben. Dadurch reiben Knochen aneinander und nutzen schneller ab.
- Durchblutungsstörung: Wird der Knochen nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, sterben die Knochenzellen im betroffenen Bereich ab (Knochennekrose).
- Verletzungen: Unfälle oder Sporttraumata können ebenfalls Auslöser sein.
- Weitere Risikofaktoren: Genetische Veranlagung, Übergewicht, Stoffwechsel- oder Hormonstörungen sowie muskuläre Dysbalancen.
Es gibt unterschiedliche Formen der Osteochondrose. Die häufigsten sind:
| Osteochondrosis intervertebralis | Abnutzungen an der Wirbelsäule. Die Osteochondrose kann in allen Abschnitten der Wirbelsäule auftreten, am häufigsten betroffen sind Lendenwirbelsäule (LWS) und Halswirbelsäule (HWS, seltener die Brustwirbelsäule (BWS) |
|---|---|
| Osteochondrosis dissecans | In Knie (75 % aller Fälle), Sprunggelenk (5 % aller Fälle) |
| Juvenile Osteochondrosen | Osteochondrosen im Kindes- und Jugendalter wie z.B. Morbus Scheuermann (Wirbelsäule), Morbus Perthes (Hüftgelenk) oder Morbus Panner (Ellenbogen) |
Welche Symptome auftreten und wie stark diese ausgeprägt sind, hängt vom betroffenen Bereich und dem Stadium der Erkrankung ab. Die Beschwerden sind meist unspezifisch, darum ist es wichtig, andere Erkrankungen auszuschließen.
Folgende Symptome sind möglich:
- Schmerzen im betroffenen Gelenk
- Schmerzen bei oder nach Belastung
- Bewegungseinschränkungen
- Schwellungen
- Gelenkblockaden
Mögliche Symptome bei Osteochondrose in der Wirbelsäule:
- Rückenschmerzen
- Verspannungen
- Nackenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Ausstrahlende Schmerzen in Arme und Beine
- Morgensteifigkeit
- Knochen- und Muskelschmerzen
- Taubheitsgefühl, Kribbeln
- Empfindlichkeitsstörungen
- Schwindel
- Bewegungseinschränkungen
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Der richtige Ansprechpartner bei Verdacht auf Osteochondrose ist die Orthopäd:in. Die Diagnostik umfasst in der Regel:
Wie Osteochondrose behandelt wird, hängt von Ursache, Symptomen und Schweregrad ab. In den meisten Fällen wird zuerst eine konservative Therapie durchgeführt, mit dem Ziel, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.
Konservative Behandlung
- Schmerzmittel, entzündungshemmende oder muskelentspannende Medikamente
- Physiotherapie zum Muskelaufbau und zur Verbesserung der Beweglichkeit
- Physikalische Maßnahmen (Wärme/Kälte, Elektrotherapie)
- Vermeidung von Fehl- und Überbelastung
Zu beachten ist, dass eine Fülle von Knorpelpräparaten erhältlich ist, deren Wirkung allerdings absolut nicht belegt ist.
Operative Behandlung
Zeigt die konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg oder ist die Osteochondrose schon weit fortgeschritten, können operative Maßnahmen notwendig sein, zum Beispiel:
- Knorpelersatzverfahren
- Bandscheibenoperationen
- Endoprothese (Gelenkersatz)
Zu beachten ist, dass es eine Fülle von Knorpelpräparaten gibt, deren Wirkung allerdings absolut nicht belegt ist.
Die Prognose der Osteochondrose hängt unter anderem vom Alter der Patient:in, der Ursache und dem Krankheitsstadium ab. Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung stehen die Chancen gut, dass die Erkrankung durch konservative Maßnahmen eingedämmt werden kann. Unbehandelt kann sie zu Arthrose, Wirbelgleiten und chronischen Schmerzen führen.
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