Dornwarze

Dornwarze an der Fußsohle
Dornwarzen ragen meist tief in die Unterhaut und verursachen Schmerzen.
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Dornwarzen sind eine Unterform von Plantarwarzen (Verruca plantaris), die vorwiegend auf Fußsohle oder Ferse und manchmal in Zehenzwischenräumen auftreten. Sie verursachen oft Schmerzen beim Gehen oder Stehen.

Medizinische Expertise

Julia Lämmerhirt

Dr. Julia Lämmerhirt

Fachärztin für Dermatologie, Akne-Expertin
Opernring 4/1/7, 1010 Wien
www.skin-balance.at
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Dornwarzen sind in der Regel harmlos, aber sehr ansteckend. Sie werden – wie andere Warzen auch – durch Viren verursacht. Auslöser sind humane Papillom-Viren (HPV). Man kann sich z.B. beim Barfußgehen in einem Schwimmbad oder einer Gemeinschaftsdusche infizieren.

Zusammenfassung

  • Dornwarzen sehen von außen klein aus, ragen aber meist tief in die Unterhaut.
  • Die Ärzt:in erkennt Dornwarzen meist durch eine Blickdiagnose.
  • Die Behandlung ist oft langwierig und kann sich über mehrere Monate strecken.
  • Zur Vorbeugung sollten in öffentlichen Sanitärbereichen Badeschuhe getragen werden.

Dornwarze im Überblick

Art Hautveränderung
Ursache Humane Papillom-Viren (HPV)
Symptome Verhornte Formation, Schmerzen beim Gehen oder bei Druckbelastung
Übertragung Schmierinfektion
Diagnose Blickdiagnose, selten Gewebeprobe
Behandlung Verschiedene Lokalmaßnahmen und invasive Behandlungsmethoden
Prophylaxe In öffentlichen Sanitärbereichen Badeschlapfen tragen

FAQ (Häufige Fragen)

Wie tief sitzt eine Dornwarze?

Dornwarzen sehen von außen oft klein aus. Sie wachsen durch den Druck beim Gehen vorwiegend nach innen in die Haut und ragen meist tief in die Unterhaut.

Wie bekommt man eine Dornwarze weg?

Zur Behandlung kommen oft verschiedene Lokalmaßnahmen zum Einsatz (Pflaster, Salben, Ätzmittel), die auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Aber auch invasive Behandlungsmethoden werden genutzt (wie Laser, Kürettage, Kryotherapie). Für die Selbstbehandlung gibt es auch rezeptfreie Mittel, die in der Apotheke erhältlich sind.

Wie lange braucht es, bis eine Dornwarze weg ist?

Die Behandlung einer Dornwarze ist oft langwierig und kann sich über mehrere Monate strecken.

Dornwarzen sind schmerzhafte Warzen an Fußsohle, Ferse oder zwischen den Zehen. Sie zeigen sich oft als stark verhornter, flacher Bereich und ragen kaum über die Hautoberfläche hinaus. Dornwarzen wachsen durch den Druck beim Gehen vorwiegend nach innen in die Haut und verursachen so Schmerzen beim Gehen oder Stehen.

Dornwarzen können jeden betreffen. Bei Kindern kommen sie aber häufiger vor, da sie sich öfter barfuß bewegen. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind eher betroffen als gesunde Erwachsene.

Auslöser für Dornwarzen sind bestimmte Typen des humanen Papillom-Virus (HPV) – vor allem der HPV-Typen 1, 2, 4, 10, 27, 57 und 65. Diese Viren fühlen sich im feucht-warmen Klima sehr wohl und können sich dort gut vermehren. 

Dornwarzen sind sehr ansteckend. Meistens gelangen sie durch feine Risse oder Verletzungen in die Haut. Man infiziert sich meist beim Barfußgehen in öffentlichen Sanitärbereichen wie Schwimmbad, Umkleidekabine oder Sporthalle. Auch gemeinsam genutzte Socken oder Schuhe sind eine mögliche Infektionsquelle. 

Zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen können Wochen oder Monate vergehen. Dornwarzen sind sehr hartnäckig und können immer wieder auftreten. Durch Berührung können sich die Viren auch auf andere Körperstellen ausbreiten.

Dornwarzen können zu folgenden Symptomen führen:

  • braun-graue körnige, leicht erhabene und harte Hautveränderung
  • oft kleine, schwarze Punkte auf der Warzenoberfläche (durch kleine Einblutungen in die Haut)
  • Schmerzen beim Stehen oder Gehen
  • manchmal auch Juckreiz

Bei Verdacht auf eine Dornwarze ist die Hautärzt:in oder die Hausärzt:in die richtige Ansprechpartner:in. Meistens wird die Diagnose nach einer einfachen Sichtuntersuchung gestellt. Dabei kann auch ein Auflichtmikroskop zum Einsatz kommen. Nur in sehr seltenen Fällen kann eine Gewebeentnahme (Biopsie) notwendig sein. 

Dornwarzen können mit Hühneraugen verwechselt werden. Eine Abgrenzung ist wichtig, da sich die Behandlung unterscheidet.

Die Behandlung von Dornwarzen kann langwierig sein.

Oft kommen verschiedene Lokalmaßnahmen zum Einsatz, die auf die betroffene Stelle aufgetragen werden:

  • Salicylsäure als Lösung oder Pflaster
  • Ätzmittel wie Monochloressigsäure, Trichloressigsäure oder Silbernitrat
  • Zytostatika als Salbe aufgetragen

Invasive Behandlungsmethoden

  • Kryotherapie (Vereisung): Warzengewebe wird mit Kältespray oder Kältesonde vereist
  • Elektrokoagulation: Dornwarze wird mithilfe von Strom verödet
  • Laser: Dornwarze wird mittels Laser abgetragen
  • Kürettage: Warzengewebe wird mit einem löffelartigen Werkzeug abgetragen

Selbstbehandlung

Für die Selbstbehandlung gibt es verschiedene rezeptfreie Mittel in der Apotheke. Diese ist allerdings nur empfohlen, wenn die Ärzt:in eine andere Erkrankung ausgeschlossen hat. Eine Selbstbehandlung funktioniert meist umso besser, je kleiner die Warze ist.

Einfacher als die Behandlung ist die Prophylaxe. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sind folgende Maßnahmen empfohlen: 

  • Regelmäßige Pflege der Füße mit fetthaltigen Cremes.
  • Füße trocken und sauber halten. 
  • In Bereichen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. Schwimmbad, Gemeinschaftsduschen, Sauna, Sporthalle) Badeschuhe tragen.
  • Direkten Kontakt zu Dornwarzen vermeiden.
  • Um eine Ausbreitung zu vermeiden, nicht an der Dornwarze kratzen.
  • Nach der Behandlung oder Berührung von Dornwarzen sorgfältig Hände waschen.
  • Handtücher regelmäßig waschen und nicht mit anderen Menschen teilen.

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Medizinisches Review:

Stand der medizinischen Information:


ICD-Code:

  • B07

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