Lymphdrüsenkrebs (Malignes Lymphom)

Ärztin untersucht Größe der Lymphknoten beim Patienten
Typische Anzeichen sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen, vor allem im Halsbereich.
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Lymphdrüsenkrebs (medizinisch: Lymphom) ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems, bei der sich entartete Lymphzellen unkontrolliert vermehren.

Medizinische Expertise

Felix Keil

Prim. Univ.-Prof. Dr. Felix Keil

Facharzt für Innere Medizin, Hämato-Onkologie, Intensivmedizin
Heinrich-Collin-Straße 30, 1140 Wien
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In der klinischen Umgangssprache ist mit einem Lymphom in der Regel ein maligner Tumor, der von Lymphozyten ausgeht oder Lymphknoten betrifft, gemeint. Selten wird die Bezeichnung aber auch für entzündliche Vergrößerungen der Lymphknoten (z.B. bei Pfeifferschem Drüsenfieber) verwendet.

Wichtig: Nicht jede Lymphknotenschwellung muss ein Lymphom sein. In den meisten Fällen handelt es sich um eine allgemeine Infektion. Im Zweifelsfall sollten geschwollene Lymphknoten aber medizinisch abgeklärt werden.

Zusammenfassung

  • Ein Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems.
  • Man unterscheidet Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome.
  • Typisch sind geschwollene Lymphknoten, die keine Schmerzen verursachen. Als weitere Anzeichen können Beschwerden wie Müdigkeit, Fieber, Nachtschweiß, und Gewichtsverlust hinzukommen. 
  • Entscheidend für die Heilungschancen ist vor allem das Stadium, in dem der Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wird. 
  • Die Diagnose erfolgt vor allem durch eine Gewebeprobe (Biopsie oder besser gesamte LK-Einnahme).
  • Die Therapie richtet sich nach Art und Stadium der Erkrankung.
  • Zur Behandlung stehen unter anderem Chemotherapie, Antikörpertherapie, Stammzelltransplantation und CAR-T-Zell-Therapie zur Verfügung.

Lymphdrüsenkrebs im Überblick

Art Krebserkrankung
Ursache Alter, chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Immunschwäche, Genetik
Formen Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom
Symptome u.a. geschwollene Lymphknoten, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, Infektanfälligkeit, Fieber ohne erkennbare Ursache
Diagnose u.a. Gewebeprobe (Biopsie), Blutuntersuchung, bildgebende Verfahren
Behandlung je nach Art des Lymphoms, Krankheitsstadium und Allgemeinzustand; u.a. Chemotherapie, Strahlentherapie, Antikörpertherapie, zielgerichtete Therapien
Prognose abhängig von Form, Stadium und Allgemeinzustand

FAQ (Häufige Fragen)

Welche Symptome hat man bei Lymphdrüsenkrebs?

Nicht immer treten typische Beschwerden auf, es gibt jedoch einige Warnzeichen, die abgeklärt werden sollten:

  • schmerzlose Lymphknotenschwellung ohne erkennbaren Infekt
  • Müdigkeit, geringe Belastbarkeit
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Fieber ohne erkennbare Ursache
  • starker Nachtschweiß
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • vergrößerte Milz oder Leber
  • Juckreiz
Was ist der Auslöser für Lymphdrüsenkrebs?

Bei einem Lymphom teilen sich Lymphozyten unkontrolliert und reifen nicht oder nicht vollständig. Dadurch entsteht ein Überschuss krankhafter Blutzellen, die ihre eigentliche Funktion nicht mehr erfüllen können. Ursache für die fehlerhaften Zellteilungen sind DNA-Veränderungen (Mutationen). Warum diese Mutationen entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt.

Ist Lymphdrüsenkrebs heilbar?

Lymphome können sehr unterschiedlich verlaufen. Die Prognose bei einem Lymphom hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Art des Lymphoms, Krankheitsstadium, allgemeiner Gesundheitszustand, Alter sowie dem Ansprechen auf die Therapie.

Grundsätzlich gilt: Je besser die körperliche Verfassung und je weniger Begleiterkrankungen vorliegen, desto günstiger ist die Prognose.

Lymphdrüsenkrebs (Malignes Lymphom) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Es entsteht oft innerhalb eines Lymphknotens, kann aber auch in anderem lymphatischem Gewebe auftreten. 

Lymphome sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen selten. Sie können in jedem Alter vorkommen, betreffen aber vorwiegend ältere Erwachsene. In Österreich werden jährlich etwa 1.572 neue Fälle von Non-Hodgkin-Lymphomen und 181 Fälle von Hodgkin-Lymphomen diagnostiziert (Quelle: Statistik Austria, Österreichisches Krebsregister und Todesursachenstatistik, Stand Jänner 2025)

Die Erkrankung tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Etwa 80 % aller Non-Hodgkin-Lymphome entstehen aus B-Lymphozyten, während etwa 15 % aus T-Lymphozyten hervorgehen. Lymphome bei Kindern verlaufen oft anders und werden auch anders behandelt. Sie machen etwa 12 % aller Krebserkrankungen bei Kindern unter 15 Jahren in Österreich aus.

Das lymphatische System (Lymphsystem) ist ein zentraler Bestandteil der körpereigenen Abwehr. Es besteht aus Lymphbahnen sowie aus Organen, die lymphatisches Gewebe enthalten, darunter:

  • Lymphknoten,
  • Thymus,
  • Knochenmark,
  • Milz
  • und Gaumen-Rachenmandeln.

Über die Lymphbahnen wird Gewebsflüssigkeit (Lymphe) transportiert. Sie enthält Abfallprodukte des Stoffwechsels sowie Fremdkörper, Krankheitserreger und abgestorbene Zellen und wird über die Lymphknoten zurück ins Venensystem geleitet. In den Lymphknoten filtern Lymphozyten (eine Form der weißen Blutkörperchen) Fremdstoffe heraus und bekämpfen diese. 

Lymphozyten werden zum größten Teil im Knochenmark gebildet. Durch komplexe Teilungs- und Reifungsvorgänge entstehen aus einer gemeinsamen Stammzelle verschiedene Arten von Blutzellen, so auch die Lymphozyten. Diese Vorgänge werden durch fein abgestimmte Regelkreise gesteuert. 

Bei einem Lymphom sind diese Regelkreise gestört: Lymphozyten teilen sich unkontrolliert und reifen nicht oder nicht vollständig. Dadurch entsteht ein Überschuss krankhafter Blutzellen, die ihre eigentliche Funktion nicht mehr erfüllen können. Je nachdem, an welchem Schritt der Entwicklung die Störung auftritt, bilden sich unterschiedliche krankhafte Zellen, die sich in den Lymphknoten und in anderem lymphatischem Gewebe ansammeln. Zusätzlich werden zu wenig funktionsfähige Blutzellen gebildet. 

Ursache für die fehlerhaften Zellteilungen sind DNA-Veränderungen (Mutationen). Warum diese Mutationen entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt.

Als mögliche Risikofaktoren gelten: 

  • genetische Veranlagung, 
  • höheres Lebensalter, 
  • ein geschwächtes Immunsystem, 
  • chronische Infektionen, 
  • oder bestimmte Autoimmunerkrankungen. 

Häufig findet sich jedoch keine eindeutige Ursache und die Mutationen treten zufällig auf. 

Lymphome entstehen durch entartete Lymphozyten. Je nach Zelltyp, genetischer Veränderung und molekularen Eigenschaften unterscheidet man verschiedene Formen von Lymphomen. Es gibt etwa 70 bis 80 Unterarten, die sich im Verlauf deutlich unterscheiden können.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden:

  • Hodgkin-Lymphome (HL)
  • Non-Hodgkin-Lymphome (NHL)

Hodgkin-Lymphom

Ein Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin) entwickelt sich aus Zellen der B-Lymphozyten. Etwa 10 % aller Lymphome gehören zu dieser Gruppe. Sie zeichnen sich durch das Auftreten charakteristischer Riesenzellen (Reed-Sternberg-Zellen) aus. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, besonders häufig jedoch um das 30. und nochmals um das 70. Lebensjahr. Jährlich erkranken etwa 2 bis 4 Personen von 100.000 Menschen. Männer erkranken häufiger als Frauen. Typisch sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen, vor allem im Halsbereich, gelegentlich in Kombination mit Nachtschweiß, Juckreiz an der Haut. Hodgkin-Lymphome gelten heute in vielen Fällen als sehr gut behandelbar.

Non-Hodgkin-Lymphome

Unter dem Begriff Non-Hodgkin-Lymphome fasst man alle Lymphome zusammen, die nicht zum Hodgkin-Lymphom gehören. Die Erkrankung tritt meist in höherem Alter auf. Pro Jahr erkranken 5 bis 10 Personen pro 100.000 Menschen. Man unterscheidet:

  • B-Zellen-Lymphome (etwa 80 % der NHL)
  • T-Zellen-Lymphome

Die einzelnen Non-Hodgkin-Lymphome unterscheiden sich im klinischen Verlauf:

  • Indolente (niedrig maligne) Lymphome wachsen langsam und bestehen oft lange ohne Beschwerden.
  • Aggressive Lymphome wachsen schneller, sind aber häufig gut behandelbar.
  • Sehr aggressive Lymphome wachsen sehr schnell und erfordern eine sofortige Therapie.

Beispiele für Non-Hodgkin-Lymphome

  • Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL): Das DLBCL ist das häufigste NHL, es zählt zu den aggressiven Lymphomen. Dabei sammeln sich krankhaft veränderte Lymphozyten in Lymphknoten oder anderen Organen an. Die Symptome sind, wie bei vielen Formen, zunächst unspezifisch (z.B. Lymphknotenschwellung, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit). In kurzer Zeit können sich die krankhaften Zellen über die Lymph- und Blutbahnen im Körper ausbreiten. Ohne Behandlung kann die Erkrankung schnell lebensbedrohlich werden. 
  • Follikuläres Lymphom: Dieses Lymphom gehört zu den niedrig malignen Formen und macht etwa 25 % der NHL aus. Es verläuft meist langsam und verursacht anfangs kaum Beschwerden außer einer Lymphknotenschwellung. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich der Gesundheitszustand rasch verschlechtern. 
  • Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL): Geht mit einer übermäßig hohen Anzahl von B-Lymphozyten einher. Diese finden sich sowohl im Blut (wie bei einer Leukämie), als auch in den Lymphknoten. Erste Symptome sind meist Lymphknotenschwellungen sowie eine Vergrößerung von Milz und Leber. CLL zählt zu den niedrig malignen Formen. 
  • Hautlymphome (kutane T-Zell-Lymphome): Diese Lymphome bilden sich in der Haut und können sich im weiteren Verlauf auf die Lymphknoten oder andere Organe ausbreiten. Typisch sind Hautveränderungen, Rötung, Schuppung, Krustenbildung oder knotige Veränderungen. Auch Juckreiz ist möglich. 
  • MALT-Lymphome: Diese Lymphome entstehen im lymphatischen Gewebe der Schleimhäute, besonders häufig im Magen. MALT-Lymphome wachsen meist langsam und machen kaum Beschwerden. Mögliche Symptome bei Befall der Magenschleimhaut sind z.B. Magenschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl und Gewichtsverlust. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass ein Zusammenhang mit einer Helicobacter-pylori-Infektion besteht. 

Welche Symptome bei einem Lymphdrüsenkrebs auftreten und wie stark diese ausgeprägt sind, hängt von der Form des Lymphoms und dem Krankheitsstadium ab. Nicht immer treten typische Beschwerden auf, es gibt jedoch einige Warnzeichen, die abgeklärt werden sollten:

  • schmerzlose Lymphknotenschwellung ohne erkennbaren Infekt
  • Müdigkeit, geringe Belastbarkeit
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Fieber ohne erkennbare Ursache
  • starker Nachtschweiß
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • vergrößerte Milz oder Leber
  • Juckreiz 

Bei Verdacht auf Lymphdrüsenkrebs ist meist die Hausärzt:in die erste Ansprechpartner:in. Nach einer ausführlichen Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) folgt eine körperliche Untersuchung, bei der insbesondere die Lymphknoten abgetastet werden. 

Ergeben sich Hinweise auf ein Lymphom, wird die Patient:in zu einer Fachärzt:in für Hämatologie/Onkologie überwiesen. Hierbei ist eine Zuweisung an ein spezialisiertes Zentrum dringend zu empfehlen, da Diagnose und Therapien immer komplexer, aber auch erfolgreicher werden.

Folgende Untersuchungen können zur Diagnosestellung erforderlich sein:

  • Blutuntersuchung (Blutbild, Entzündungswerte, Organfunktionen)
  • Gewebeprobe – wichtigste Untersuchung für eine definitive Diagnose
  • Spezielle bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT, PET-CT)
  • Knochenmarkspunktion (bei vielen Formen zur Beurteilung der Ausbreitung)
  • Lumbalpunktion (bei Verdacht auf ZNS-Beteiligung)
  • Magen-Darm-Spiegelung (bei Verdacht auf MALT-Lymphom)

Die Biopsie oder optimalerweise eine Entfernung des gesamten Lymphknotens ist entscheidend für die endgültige Diagnose. Erst durch die feingewebliche Untersuchung kann festgestellt werden, um welche Form des Lymphoms es sich handelt. Wichtig ist, dass auch die richtigen bildgebenden Verfahren angewendet werden. Es ist ein großer Vorteil, wenn diese Untersuchungen bereits bei Diagnose an erfahrenen Zentren durchgeführt werden, da eine genaue Klassifizierung eine Spezialist:in in der Hämatopathologie erforderlich macht, zusätzlich muss genügend Gewebe entnommen werden. Und auch die Therapieplanung ist gerade mit fortschreitenden Therapiemöglichkeiten entscheidend. Wenn Erstlinientherapien an Zentren durchgeführt werden, ist auch die weitere Kontrolle oder im Rezidiv eine Folgetherapie an einem Zentrum für die Patient:innen wichtig und kann die Ergebnisse verbessern.

Wie erfolgt die Einteilung der Krankheitsstadien?

Anhand der Untersuchungsergebnisse wird das Stadium der Erkrankung bestimmt (Staging). Hodgkin-Lymphome und die meisten Non-Hodgkin-Lymphome werden nach der sogenannten Ann-Arbour-Klassifikation in Stadien eingeteilt:

Stadium I: nur eine Lymphknotenregion ist befallen
Stadium II: zwei oder mehrere Lymphknotenregionen sind befallen, aber nur auf einer Seite des Zwerchfells
Stadium III: zwei oder mehr Lymphknotenregionen auf beiden Seiten des Zwerchfells sind befallen
Stadium IV: ausgedehnter Befall eines oder mehrerer Organe außerhalb des lymphatischen Systems (z.B. Knochenmark, Leber, Lunge), unabhängig vom Lymphknotenbefall

Wie ein Lymphom behandelt wird, hängt von Art des Lymphoms (Hodgkin oder Non-Hodgkin), dem Krankheitsstadium, dem Verlauf sowie individuellen Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen und Gesundheitszustand ab. Bei langsam wachsenden Lymphomen kann der Verlauf zunächst durch Beobachten und regelmäßige Kontrollen ("Watch & Wait"), ohne sofortige Therapie begleitet werden. 

Für die bestmöglichen Heilungschancen werden oft mehrere Behandlungsmethoden kombiniert eingesetzt.

Zu den möglichen Therapieformen zählen:

  • Chemotherapie: Die Chemotherapie zählt weiterhin zum Standard der Behandlung.
  • Strahlentherapie: Die Strahlentherapie wird häufig ergänzend eingesetzt, insbesondere bei lokal begrenzten Erkrankungen oder bestimmten Rückfällen.
    Neue Therapien als Ergänzung oder überhaupt als Ersatz bewährter Therapien verbessern die Ergebnisse deutlich.
  • Antikörpertherapie mit verbesserten Konstrukten und zielgerichtete Therapien 
  • Zelluläre Immuntherapien (z.B. CAR-T-Zell-Therapie): Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine moderne Form der Immuntherapie. Dabei werden körpereigene T-Zellen gentechnisch verändert, sodass sie Krebszellen gezielt erkennen und bekämpfen können. Diese Therapie wird vor allem bei stark vorbehandelten oder therapieresistenten Lymphomen eingesetzt.
  • Stammzellentransplantationen

Sowohl CAR-T Therapien als auch neue Antikörper oder zielgerichtete Therapien (auch als Tabletten) werden bei Rückfällen eingesetzt. Auch hier ist es wichtig, dass man am besten schon primär in einem großen Zentrum behandelt wird. Erfreulicherweise gibt es, wie angeführt, sehr viele Therapieoptionen und die richtige Abfolge dieser Therapiemöglichkeiten ist für eine erfolgreiche Behandlung entscheidend.

Wurde Lymphdrüsenkrebs erfolgreich behandelt, muss nach Therapieende in regelmäßigen Abständen eine ärztliche Nachuntersuchung erfolgen. Damit wird sichergestellt, dass ein möglicher Rückfall rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann.

Lymphome können sehr unterschiedlich verlaufen. Die Prognose bei einem Lymphom hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Art des Lymphoms,
  • Krankheitsstadium, 
  • allgemeiner Gesundheitszustand, 
  • Alter
  • sowie dem Ansprechen auf die Therapie

Grundsätzlich gilt: Je besser die körperliche Verfassung und je weniger Begleiterkrankungen vorliegen, desto günstiger ist die Prognose.

Gerade im höheren Alter spielen Funktionalität, körperliche Fitness, Komorbiditäten und der allgemeine Versorgungsstatus eine zunehmend wichtige Rolle. Es ist bekannt, dass bei Patient:innen über 80 Jahren diese Faktoren oft wichtiger sind als die krankheitsspezifischen Merkmale selbst. Hier kann bereits durch gezielte Bewegungs- und Ernährungstherapien, breite internistische Behandlung der bestehenden Komorbiditäten (Herzerkrankungen, Diabetes, Niereneinschränkungen etc.) aktiv viel zur Verbesserung beigetragen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Prognose von Lymphdrüsentumoren durch moderne Therapiemethoden deutlich verbessert hat. Dazu zählen moderne Antikörpertherapien, spezifische Substanzen, die in den Zellzyklus der Tumorzellen eingreifen, sowie innovative zelluläre Therapien. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass Patient:innen möglichst bereits bei Diagnosestellung in einem erfahrenen Zentrum diagnostiziert und behandelt werden, da die richtige Abfolge dieser Therapien entscheidend für den Behandlungserfolg ist.


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Medizinisches Review:

Stand der medizinischen Information:


ICD-Code:

  • C81-C96

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