Röschenflechte (Pityriasis rosea)

Rosa- oder hautfarbene Flecken auf dem Bauch
Der Hautausschlag breitet sich üblicherweise vor allem am Rumpf aus.
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Die Röschenflechte ist eine akute Hauterkrankung, die sich durch einen typischen Hautausschlag äußert. Die rötlichen, schuppenden Flecken können Juckreiz verursachen.

Medizinische Expertise

Rosemarie Moser

Dr.in Rosemarie Moser

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Hauptstrasse 11, 7000 Eisenstadt, Burgenland
www.drmoser.at
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Röschenflechte (medizinisch: Pityriasis rosea) ist auch unter dem Namen Schuppenröschen bekannt. Die Hauterkrankung tritt spontan auf und heilt in der Regel innerhalb weniger Wochen von selbst ab. Röschenflechte ist nicht ansteckend.

Zusammenfassung

  • Die Röschenflechte ist eine Hauterkrankung, die mit einem Ausschlag einhergeht.
  • Betroffene haben schuppende, rosa- oder hautfarbene Flecken, vor allem am Körperstamm.
  • Der Ausschlag kann Juckreiz verursachen.
  • Die Ursache für die Röschenflechte ist unbekannt. 
  • Eine Behandlung der Erkrankung ist meist nicht notwendig, da sie von selbst abheilt.
  • Die Röschenflechte ist nicht ansteckend.

Röschenflechte im Überblick

Art akute Hauterkrankung
Ursachen noch nicht geklärt
Symptome u.a. schuppende, rosa- oder hautfarbene Flecken auf der Haut, geringer bis mäßiger Juckreiz
Ansteckung nicht ansteckend
Diagnose Blickdiagnose
Behandlung keine ursächliche Behandlung, ev. topische Kortikosteroide oder orale Antihistaminika gegen Juckreiz 
Dauer Ausschlag klingt in der Regel nach etwa 6-10 Wochen – auch ohne Behandlung wieder ab

FAQ (Häufige Fragen)

Wieso bekommt man Röschenflechte?

Die Ursache für Röschenflechte ist bisher nicht vollständig geklärt. Es besteht der Verdacht, dass Herpes-Viren, aber auch Medikamente eine Rolle spielen könnten. Auch an einem Zusammenhang mit anderen Virusinfektionen wie Influenza oder COVID-19 wird geforscht.

Ist Müdigkeit ein Symptom von Röschenflechte?

Typisches Symptom bei Röschenflechte ist der Hautausschlag, eventuell auch Juckreiz. Im Anfangsstadium – noch bevor der Ausschlag auftritt – kann es zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Abgeschlagenheit kommen.

Wie lange dauert eine Röschenflechte?

Wie lange eine Röschenflechte dauert, ist individuell verschieden. Im Schnitt ist der Ausschlag innerhalb von 6-10 Wochen vollständig verschwunden.

Die Röschenflechte (Pityriasis rosea) ist eine nicht ansteckende, akute Hauterkrankung. Sie macht sich durch einen schuppenden, rosa- oder hautfarbenen Ausschlag bemerkbar, der sich vor allem am Rumpf ausbreitet und jucken kann. 

Am häufigsten kommt Röschenflechte im Alter zwischen 10 und 35 Jahren vor. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Hauterkrankung tritt gehäuft im Frühling und Herbst auf. 

Die Röschenflechte ist in der Regel eine harmlose Erkrankung. Während der Schwangerschaft kann sie jedoch das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt gering erhöhen. 

Der Auslöser für die Röschenflechte ist bisher nicht vollständig geklärt. Es besteht der Verdacht, dass Herpes-Viren, aber auch Medikamente eine Rolle spielen könnten. Auch an einem Zusammenhang mit anderen Virusinfektionen wie Influenza oder COVID-19 wird geforscht. 

Wie stark die Beschwerden bei Röschenflechte ausgeprägt sind, ist individuell sehr verschieden. Typische Symptome bei Röschenflechte können sein:

  • kleine, schuppende rosa- oder hautfarbene Flecken – insbesondere am Rumpf. Auch die Oberarme und Oberschenkel können betroffen sein. Der Ausschlag tritt fast nie im Gesicht auf.
  • Selten Juckreiz

Im Anfangsstadium – noch bevor der Ausschlag auftritt – kann es bei Röschenflechte zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Abgeschlagenheit kommen. 

Im weiteren Verlauf unterscheidet man zwei Stadien:

Stadium 1: Bei etwa 3 von 4 Fällen zeigt sich im frühen Stadium ein einziger geröteter Fleck (Primärmedaillon), der zwischen zwei und sechs Zentimeter groß und rundlich bis oval ist.
Stadium 2: Nach etwa 7 bis 14 Tagen entwickeln sich weitere Flecken, allerdings deutlich kleiner als das Primärmedaillon.

Wie lange eine Röschenflechte dauert, ist individuell verschieden. Im Schnitt ist der Ausschlag innerhalb von 6-10 Wochen vollständig verschwunden. Die meisten Menschen erkranken nur einmal im Leben an Röschenflechte.

Röschenflechte ist in der Regel harmlos, kann aber in der Schwangerschaft gefährlich werden. Bei Frauen in den ersten 15 Schwangerschaftswochen ist das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt gering erhöht. Bei Verdacht auf Röschenflechte in der Schwangerschaft ist ein Besuch bei der Gynäkolog:in angezeigt.

Bei Verdacht auf Röschenflechte ist die erste Ansprechpartner:in die Hausärzt:in oder die Hautärzt:in. Die Ärzt:in kann die Diagnose Röschenflechte meist aufgrund des klinischen Bildes (Blickdiagnose) stellen. Im Zweifelsfall kann eine Hautbiopsie erfolgen, um andere Erkrankungen wie z.B. eine Schuppenflechte ausschließen zu können. Einen Labortest, der die Röschenflechte direkt nachweisen kann, gibt es derzeit nicht.

Da sich auch andere Erkrankungen wie z.B. Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Syphilis oder eine Pilzerkrankung mit einem geröteten und schuppenden Hautauschlag bemerkbar machen, ist bei diesen Symptomen immer eine ärztliche Begutachtung sinnvoll.

In der Regel muss die Röschenflechte nicht behandelt werden. Sie heilt meist innerhalb weniger Wochen von selbst ab. Körperliche Schonung ist wichtig. Oft werden von der Ärzt:in juckreizstillende Präparate verordnet, zum Beispiel kortisonhaltige Cremes oder orale Antihistaminika. 

Kontrolliert verabreichtes UV-Licht kann den Heilungsverlauf beschleunigen.

Für Betroffene ist körperliche Schonung wichtig.

Außerdem:

  • Vermeiden Sie Saunabesuche, heißes Baden oder Duschen, da dadurch die Haut zusätzlich gereizt und ausgetrocknet wird.
  • Greifen Sie zu lockerer und weiter Kleidung aus Baumwolle oder Naturfasern.
  • Vermeiden Sie übermäßiges Schwitzen. 
  • Verwenden Sie rückfettende Pflegeprodukte.

Durch körperliche Anstrengung, Schwitzen und Irritation der Haut durch eng anliegende Kleidung kann der Ausschlag verstärkt auftreten, länger andauern und vermehrt Juckreiz verursachen. 


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Stand der medizinischen Information:


ICD-Code:

  • L42

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