Longevity – eine Investition in die eigene Zukunft?

Beine einer Frau in Sportschuhen auf einer Fitnessmatte, Bewegung am Morgen
Schon einzelne Maßnahmen im Alltag zählen und beeinflussen, wie gesund wir altern.
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Gesundheit, Vitalität und Lebensqualität gewinnen mit zunehmendem Alter immer mehr an Bedeutung. Moderne Longevity-Konzepte bieten heute vielfältige Möglichkeiten, die persönliche Gesundheitsvorsorge individuell zu ergänzen und den eigenen Körper bewusst zu unterstützen.

Medizinische Expertise

Katharina Konstantin

Dr. Katharina Konstantin

Fachärztin für Allgemein- & Familienmedizin
Berggasse 33, 1090 Wien
www.praxis-konstantin.at
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Von natürlichen Wundermitteln bis hin zu Hightech-Behandlungen – es gibt viele Anti-Aging-Strategien, die ein gesundes Altern versprechen. Die wirksamsten Maßnahmen sind dabei jedoch überraschend einfach und schon in jungen Jahren können dafür maßgeblich Weichen gestellt werden. Denn eine entscheidende Rolle spielt dabei der Lebensstil.

Zusammenfassung

  • Ziel von Longevity ist es, ein langes Leben zu führen und dabei möglichst körperlich und geistig fit zu bleiben. 
  • Wenn wir altern, kommt es zu Veränderungen in den Zellen und in den Organen.
  • Zwar ist der Vorgang des Alterns unvermeidbar, es gibt aber Maßnahmen, die diesen Prozess verlangsamen. Die wirksamsten Maßnahmen sind jedoch schon lange bekannt und umfassen einen gesunden Lebensstil. 
  • Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Longevity-Trend-Methoden, die eine lebensverlängernde Wirkung versprechen.

FAQ (Häufige Fragen)

Was steckt hinter Longevity?

Gesund und fit bis ins hohe Alter zu bleiben – genau darum geht es bei Longevity. Ziel von Longevity ist es, ein langes Leben zu führen und dabei möglichst körperlich und geistig fit zu bleiben.

Was ist eine Longevity-Therapie?

Die Longevity-Medizin konzentriert sich darauf, die gesunde Lebensspanne (Healthspan) zu verlängern. Durch Verlangsamung des biologischen Alterungsprozesses und Prävention altersbedingter Erkrankungen ermöglicht sie ein aktives, erfülltes und gesundes Leben bis ins hohe Alter.

Was sind die zentralen Longevity-Faktoren?

Studien zeigen, dass folgende Faktoren zu den wichtigsten Stellschrauben zählen:

  • Regelmäßige Bewegung: mindestens 30 Minuten täglich ist empfehlenswert
  • Gesunde Ernährung: ausgewogen, vielfältig und überwiegend pflanzliche Lebensmittel
  • Gesunder Schlaf: ein fester Schlafrhythmus mit ausreichenden und regelmäßigen Schlafenszeiten
  • Stress reduzieren: für regelmäßige Auszeiten und bewusste Entspannung sorgen
  • Rauchverzicht und Alkoholkonsum nur in Maßen
  • Pflege sozialer Kontakte: Sozial eingebunden zu sein, wirkt sich auf das Wohlbefinden aus.

Gesund und fit bis ins hohe Alter zu bleiben – genau darum geht es bei Longevity. Die Longevity-Medizin konzentriert sich darauf, die gesunde Lebensspanne (Healthspan) zu verlängern. Durch Verlangsamung des biologischen Alterungsprozesses und Prävention altersbedingter Erkrankungen ermöglicht sie ein aktives, erfülltes und gesundes Leben bis ins hohe Alter. Forschungsaktivitäten und Maßnahmen konzentrieren sich dabei auf biologische, genetische und umweltbedingte Faktoren, die das Altern beeinflussen.

Wer frühzeitig in seine Gesundheit investiert, schafft die besten Voraussetzungen dafür, die kommenden Jahre aktiv, vital und mit hoher Lebensqualität zu genießen. Longevity ist deshalb weit mehr als ein Trend – es ist ein modernes Gesundheitsverständnis für Menschen, die ihr Wohlbefinden langfristig fördern und ihre Zukunft bewusst gestalten möchten.

Dr. Katharina Konstantin, Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin

Dass der Körper altert, ist ein natürlicher Vorgang, der unvermeidbar ist und zum Leben dazugehört. Es kommt zu Veränderungen in den Zellen und in den Organen. Ältere Zellen verlieren zunehmend ihre Funktionsfähigkeit und sterben in manchen Organen teilweise auch ab. Dies wiederum wirkt sich auf die Funktionsfähigkeit der Organe aus. Nicht nur die Leistungsfähigkeit der Organe und des Körpers nimmt nach und nach ab, auch der Grundumsatz des Energiestoffwechsels und die Aktivität des Immunsystem sinkt. 

Von körperlichen Veränderungen betroffen sind:

Knochen & Gelenke Mit zunehmendem Alter verlieren die Knochen an Dichte – vor allem bei Vitamin D-Mangel, aber auch bei Frauen ab der Menopause. Die Struktur der Knochen verändert sich, ihre Festigkeit lässt nach und sie werden spröder, brüchiger und weniger belastbar. Ist der Abbau an Knochensubstanz übermäßig stark, spricht man von Osteoporose. Auch die Beweglichkeit der Gelenke lässt nach. Das Knorpelgewebe in den Gelenken verdünnt sich und verliert an Elastizität. Zudem wird es durch Abnützung beansprucht.
Muskeln In seinen Dreißigern besitzt der Mensch die meiste Muskelkraft. Danach nimmt die Anzahl der Muskelfasern sowie die Muskelmasse ab. Die Muskeln werden schwächer. Sie können aber nach wie vor auf Trainingsreize reagieren.
Augen, Ohren, Mund und Nase Die Linsen werden dichter und steifer. Sie verlieren an Elastizität, wodurch Objekte in der Nähe schwerer erkennbar werden, da das Auge nicht mehr scharf stellen kann. Zudem reagiert die Pupille langsamer auf Lichtveränderungen. Durch Veränderungen im Innenohr lässt das Hörvermögen nach. Vor allem hohe Töne werden schlechter gehört. Ebenso kommt es zu einer Abnahme der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung.
Haut Die Haut verliert etwa ab dem 30. Lebensjahr and Elastizität und Festigkeit. Die Fettschicht unter der Haut wird dünner, wodurch die Haut ihr glattes und straffes Aussehen verliert und sich Falten bilden. Äußere Einflussfaktoren wie UV-Strahlung oder Rauchen können diesen Vorgang beschleunigen.
Gehirn Auch im Gehirn und in den Nervenzellen kommt es zu Veränderungen sowie zu einer leichten Abnahme der Gehirnmasse. Dadurch nimmt die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses ab, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sinken und Informationen können weniger schnell verarbeitet werden. Es ist jedoch möglich, diese Defizite bis ins hohe Alter zu kompensieren und neue Lern- und Merkstrategien zu erlernen.
Immunsystem & Energiestoffwechsel Mit zunehmendem Alter sinkt die Aktivität des Immunsystems, die Wundheilung verzögert sich und es kommt leichter zu Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Tumoren. Der Hormonhaushalt verändert sich und es werden weniger Wachstumshormone ausgeschüttet. Ein Anstieg des Körperfettanteils, ein Verlust an Muskelmasse und eine verringerte Knochendichte sind die Folgen. 
Atmung & Herz-Kreislauf-System Da die Lunge an Elastizität verliert und die Fläche der Verzweigungen in den Bronchien abnimmt, kann beim Atmen nicht mehr so viel Sauerstoff aufgenommen werden. Mit höherem Alter werden im Herzmuskel zunehmend Fett- und Bindegewebe eingelagert. Während das Herz an Gewicht zunimmt, nimmt die Muskelmasse jedoch ab und es ist weniger leistungsfähig. Der arterielle Blutdruck steigt, die Herzfrequenz sinkt und der Kreislauf kann weniger Sauerstoff transportieren.
Darm & Verdauung Im Laufe der Jahre werden weniger Hormone und Verdauungssekrete gebildet. Aufgrund verlangsamter Darmbewegungen treten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ebenfalls häufiger auf.
Nieren & Blase Mit zunehmendem Alter sind die Nieren weniger funktionstüchtig. Zudem lassen Beckenboden, Blasenmuskel und Schließmuskel des Afters in ihrer Elastizität nach. Ältere Menschen müssen dadurch häufiger auch nachts auf die Toilette. Der Harndrang kann schwieriger zu kontrollieren werden, im schlimmsten Fall kommt es zu einer Inkontinenz. Bei Männern kann sich die Prostata vergrößern, die Harnstörungen oder Schmerzen verursachen kann. 
Sexualität Sowohl bei Männern als auch bei Frauen bleibt die sexuelle Erregbarkeit bis ins hohe Alter erhalten. Erregung stellt sich jedoch langsamer ein. Orgasmen werden oft weniger intensiv erlebt. Bei Männern kann es häufiger zu Erektionsproblemen kommen. Vorlieben und Gewohnheiten passen sich an körperliche Veränderungen an. Zärtlichkeiten und erotische Berührungen werden zunehmend wichtiger. 

Zwar altert der Mensch zwangsläufig, dieser Prozess lässt sich jedoch verlangsamen. Wie wir altern, ist großteils beeinflussbar und wird nur zu 10 - 15 % von den Genen bestimmt. Seitens der Forschung wird intensiv an neuen Ansätzen gearbeitet, wie man die Zellen länger gesund halten kann. Viele der wirksamsten Maßnahmen sind heute jedoch bereits bekannt: Die Basis stellt ein gesunder Lebensstil dar. 

Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel vieler guter Gewohnheiten. Studien zeigen, dass folgende Faktoren zu den wichtigsten Stellschrauben zählen:

  • Regelmäßige Bewegung: mindestens 30 Minuten täglich ist empfehlenswert
  • Gesunde Ernährung: ausgewogen, vielfältig und überwiegend pflanzliche Lebensmittel
  • Gesunder Schlaf: ein fester Schlafrhythmus mit ausreichenden und regelmäßigen Schlafenszeiten
  • Stress reduzieren: für regelmäßige Auszeiten und bewusste Entspannung sorgen
  • Rauchverzicht und Alkoholkonsum nur in Maßen
  • Pflege sozialer Kontakte: Sozial eingebunden zu sein, wirkt sich auf das Wohlbefinden aus.

Zu betonen ist: Schon einzelne Maßnahmen zählen und zeigen messbare Effekte. Schon kleine Änderungen und Entscheidungen im Alltag beeinflussen, wie gesund wir altern. So kann ein täglicher zügiger Spaziergang das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen schon deutlich senken.

Erholsamer Schlaf 
Schlaf ist eine aktive und hochkomplexe Leistung unseres Körpers und ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit. Während wir schlafen, verarbeitet das Gehirn Informationen und Emotionen, festigt Erinnerungen und unterstützt die Regeneration von Immunsystem, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System und Nervensystem. Ein gesunder Schlaf trägt wesentlich zu körperlicher Gesundheit, psychischer Stabilität, Konzentrationsfähigkeit und Lebensqualität bei. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Schlafdauer und Schlafqualität eng mit Gesundheit, Leistungsfähigkeit und gesundem Altern (Longevity) verbunden sind.

Neben ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf und gezieltem Stressmanagement rücken dabei auch innovative medizinische Ansätze zunehmend in den Fokus. Besonders Nahrungsergänzungsmittel sowie individuell abgestimmte Infusionstherapien erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Nahrungsergänzung

Unser Körper benötigt täglich eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und weiteren Mikronährstoffen, um zahlreiche Stoffwechselprozesse optimal aufrechtzuerhalten. Berufliche Belastungen, sportliche Aktivitäten, Stress oder natürliche Alterungsprozesse können den Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöhen. Nahrungsergänzungsmittel sollten grundsätzlich eine Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung darstellen und können in bestimmten Fällen sinnvoll sein, um bestehende Nährstofflücken zu schließen, die durch die Ernährung nicht gedeckt werden. Viele gesundheitsbewusste Menschen entscheiden sich daher heute für eine gezielte Ergänzung ihrer Ernährung. Individuell ausgewählte Mikronährstoffe können dabei helfen, eine optimale Versorgung zu unterstützen und einen aktiven Lebensstil sinnvoll zu begleiten. In Zusammenhang mit Longevity finden seitens der Forschung Vitamin D, Antioxidantien wie Vitamin C und E sowie Omega-3-Fettsäuren Erwähnung. Ein vorsichtiger Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln ist jedoch wesentlich. Unkontrollierte Einnahmen oder Überdosierungen bergen gesundheitliche Risiken.

Gezielte Nährstoffversorgung durch Infusionstherapien

Im Bereich der Longevity-Medizin werden Infusionstherapien von Patient:innen als komfortable Möglichkeit gesehen, ihre Gesundheitsvorsorge aktiv zu ergänzen und ihrem Körper gezielt Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Dabei werden ausgewählte Vitamine, Mineralstoffe und andere Mikronährstoffe direkt über die Vene verabreicht. Sie gelangen dadurch unmittelbar in den Blutkreislauf und stehen dem Körper ohne Umwege über den Verdauungstrakt zur Verfügung.

Je nach individueller Situation kommen unterschiedliche Infusionskonzepte zum Einsatz:

Vitamin C Infusionen zählen zu den bekanntesten Infusionstherapien – mit Nutzen für:

  • die Stärkung des Immunsystems, 
  • dem Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
  • der Förderung der Wundheilung 
  • der Mitbeteiligung an Kollagenbildung für Haut, Knochen und Bindegeweben
  • uvm.

Weitaus weniger bekannt ist Glutathion als Unterstützung organbezogener Zellfunktionen:

  • Glutathion unterstützt die Neutralisierung freier Radikale 
  • Glutathion trägt zur Redox-Homöostase und mitochondrialer Funktion bei 
  • Glutathion ist wesentlich an körpereigenen Entgiftungsprozessen beteiligt 
  • Glutathion wird im Zusammenhang mit dem Schutz zellulärer Bestandteile wie DNA, Proteinen und Membranlipiden vor oxidativen Einflüssen beschrieben 
  • Glutathion unterstützt Immun- und Regenerationsprozesse 

Desweiteren Immun/Fatigue/Detox Infusionen: Hier handelt es sich um unterschiedliche Rezepturen von Aminosäuren, Mikronährstoffen, Vitaminen, die je nach Indikation gezielt bei akuten oder chronischen Erschöpfungszuständen, erhöhter Alltagsbelastung, chronischer Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, verminderter Leistungsfähigkeit eingesetzt werden können.

Die Einsatzmöglichkeiten von Infusionskuren sind vielfältig und können nach sorgfältiger Absprache mit einer Therapeut:in/Ärzt:in in Erwägung gezogen werden.

Intervallfasten

Um die Zellen optimal mit Vitalstoffen zu versorgen, damit sie bestmöglich funktionieren und Krankheitserreger abwehren können, ist die richtige Ernährung entscheidend.
Vor allem Intervallfasten gilt als besonders wirksam. Es handelt sich dabei um keine klassische Diät, sondern um eine Ernährungsform, bei der die Nahrungsaufnahme so geplant wird, dass zu bestimmten Zeiten wie gewohnt gegessen und in anderen Phasen gezielt darauf verzichtet wird. Durch den Energiemangel werden die Zellen zu einem Selbstreinigungsprogramm angeregt. Intervallfasten wird häufig angewendet mit dem Ziel, langfristig abzunehmen, aber auch präventiv – um das Risiko für chronische Erkrankungen zu reduzieren. Es sollte jedoch immer mit einer Ärzt:in abgesprochen werden. Für Kinder ist Intervallfasten nicht geeignet.

Biohacking

Denkt man bei dem Begriff "Hacking" an Computertechnologien, liegt man dabei gar nicht so falsch. Das Prinzip von Biohacking: Indem man "biologische Codes entziffert" und ein maximales Verständnis für den eigenen Körper entwickelt, kann man gezielte Maßnahmen ergreifen, um den Körper zu steuern. Ziel ist es, dadurch Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu verbessern und dem Alterungsprozess entgegenzuwirken.
 
Die Methoden sind dabei vielfältig – von evidenzbasierten, etablierten Maßnahmen bis hin zu Selbstexperimenten ohne wissenschaftliche Basis. Auch ist die Wirksamkeit nicht bei allen Menschen gleich. Häufig werden auch Wearables, technische Hilfsmittel, eingesetzt. Fitnesstracker sind z.B. in der Lage, tägliche Schritte zu zählen, die Schlafqualität zu überwachen, aber auch Werte wie Puls und Blutdruck zu prüfen. Zu einfachen Biohacking-Methoden zählen u.a. auch: Meditation, Digital Detox, mehr gesunde Fette und Gemüse zu sich zu nehmen, Bildschirme vermeiden vor dem Schlafen gehen oder Dankbarkeits- und Achtsamkeitsübungen, um Stress zu reduzieren und Motivation und Zufriedenheit zu steigern. 

Festzuhalten ist: Sicherlich ist es von Vorteil, seinen Körper und seine Bedürfnisse zu kennen. Auch tut es zweifelsfrei gut, seine Gewohnheiten zu optimieren und z.B. auf eine gesunde Ernährung oder ausreichend Bewegung zu achten. Vorsicht ist geboten, wenn die Selbstoptimierung zum Zwang wird und zu psychischen Belastungen führt. Auch extreme Maßnahmen können ohne vorherige medizinische Abklärung gesundheitsgefährdend sein (z.B. Eisbaden oder ein wilder Mix an Nahrungsergänzungsmitteln).

Kryotherapie

Sogenannte Kryosaunen sind Kältekammern, in denen der Körper für eine begrenzte kurze Dauer (von wenigen Minuten) niedrigen Temperaturen (unter -100°C) ausgesetzt wird. Sie soll bei Müdigkeit, Depression oder beginnender Demenz helfen und für eine straffere Haut, Gewichtsverlust, ein stärkeres Immunsystem sowie auch für eine Leistungssteigerung bei Sportler:innen sorgen. 

Skepsis ist jedoch angebracht, da es sich mehr um Werbeversprechen handelt und es keine entsprechende Studienlage gibt, die diese Wirkungen bestätigt. Studien weisen darauf hin, dass die Kältetherapie bei speziellen (vor allem rheumatischen) Erkrankungen Entzündungen reduzieren und für eine Linderung der Beschwerden sorgen könnte – jedoch immer nur nach medizinischer Abklärung und professioneller Aufsicht. 

Allem voran gilt es, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen und Prävention/Vorsorge zu betreiben. Präventionsmedizin hat das Ziel, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder deren Entstehung möglichst zu verhindern. Die Grundlage bilden regelmäßige Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen und die empfohlenen Krebsfrüherkennungsprogramme. Aufbauend auf diesen Befunden können individuell angepasste präventivmedizinische und Longevity-orientierte Maßnahmen, beispielsweise Lebensstilberatung, Mikronährstoffkonzepte oder weitere evidenzbasierte Therapien zur Förderung eines gesunden Alterns, durch entsprechend qualifizierte Ärzt:innen gesetzt werden.

Longevity bedeutet letztlich, Gesundheit aktiv zu gestalten – mit dem Ziel, möglichst viele Jahre voller Energie, Lebensfreude und Wohlbefinden zu genießen.


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